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Sanierung und nachhaltige Transformation des Riesenrads

Damit sich das Wahrzeichen des Spreeparks künftig wieder drehen kann, sind seit dem ersten Quartal 2021 die Sanierungsarbeiten am Riesenrad im Gange. Auf vielfachen Wunsch der Bürger*innen wurde das historische Erbe des Parks im neuen Konzept aufgegriffen: So wird  das alte Riesenrad instandgesetzt, nachhaltig transformiert und wieder in Betrieb genommen. 

Das Riesenrad wird wieder zum Zentrum des Spreeparks

Die Eröffnung des Spreeparks ist schrittweise geplant.

Nach Fertigstellung des zentralen Bereichs wird dort auch das sanierte und transformierte Riesenrad wieder als ein Hauptanziehungspunkt seinen angestammten Platz einnehmen.

Jedoch werden die Fundamente nicht wieder direkt im Wasserbecken platziert, sondern es wird mittels einer kühnen Konstruktion aus Stützen und Spannseilen am Rand des künftig runden Wasserbeckens verankert, so dass das Rad mit den Gondeln unmittelbar über dem Wasser schweben wird. Am höchsten Punkt erlaubt die Konstruktion den Besuchern einen Rundumblick aus 45 Metern Höhe, am tiefsten Punkt gleitet die Gondel unmittelbar über die Wasseroberfläche dahin.

Die bisherigen Gondeln müssen ersetzt werden, weil sie nicht sanierungsfähig sind. Geplant ist hier nach jetzigem Stand eine runde Form, die sich an den Gondeln des ersten Riesenrads im Spreepark orientiert, das von 1969 bis 1989 im Plänterwald stand. Das neue, kreisrunde Wasserbecken, mit einem barrierefreien Zugang zum Riesenrad, dient zugleich als Rückhalteraum für die Regenwasserspeicherung, zur Bewässerung der Grünanlagen und zur Kühlung des Mikroklimas am Ort.

Die bauliche Fertigstellung des neu gestalteten Riesenrads inkl. Wasserbecken ist für Ende 2024 vorgesehen, die Inbetriebnahme des Fahrgeschäfts für Ostern 2025.

 

Orientierende Materialprüfung als Grundlage

Im ersten Sanierungs-Schritt wurde das 45 Meter hohe und 31 Jahre alte Riesenrad abgebaut. Parallel zur Demontage der Gondeln, Speichen, Masten und des Riesenrad-Kranzes erfolgte die so genannte orientierende Materialprüfung, um festzustellen, welche Teile des Riesenrads sanierungsfähig sind. Die Sanierungsfähigkeit hängt grundsätzlich vom Zustand, Beanspruchung und Qualität des Baumaterials ab. Die Prüfung erfolgte unter Einbeziehung des TÜVs.

Von der Prüfung zur Wiederinbetriebnahme

Parallel zu den Materialprüfungen erarbeitete ein interdisziplinäres Team eine Gestaltungsidee für das zu sanierende Riesenrad und dessen historischen Standort. Ziel war es im Sinne der Gesamtkonzeption des Spreeparks als Park für Kunst, Kultur und Natur, das Riesenrad nachhaltig zu transformieren und zusätzlich attraktiv zu gestalten.

An die orientierende Materialprüfung schließen sich in den kommenden Monaten die eigentlichen Sanierungsarbeiten an. Bis dahin verbleiben die Teile des demontierten Riesenrads auf dem Gelände des Spreeparks. Alle potenziell wiederverwendbaren Bestandteile durchlaufen voraussichtlich ab Mai 2022 eine Detailprüfung,  um anschließend ab 2023 im Werk saniert zu werden.

Die Geschichte des Wahrzeichens

Das Riesenrad mit seinen 40 Gondeln wurde 1989 anlässlich des 40. Jahrestags der DDR als „größtes Riesenrad Europas“ in Betrieb genommen und wurde bis zur Schließung des Freizeitparks 2001 betrieben. Seither war es uneingeschränkt den Umwelteinflüssen und in Teilen auch Vandalismus ausgesetzt. Routinemäßig erforderliche Wartungsmaßnahmen und Kontrollprüfungen wurden nicht mehr durchgeführt. 2014 fanden bereits erste Zustandsuntersuchungen in Bezug auf Standsicherheit und Wiederinbetriebnahme statt. Nach der Übertragung des Geländes an die Grün Berlin erfolgte 2017 eine umfassende Bestandsbegutachtung.

Aktuelle Sanierungsarbeiten am Riesenrad

Damit das Riesenrad im Spreepark saniert und nachhaltig transformiert werden kann, sind umfangreiche Test- und Prüfverfahren sowie Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Um diese durchführen zu können, wurde das Riesenrad Anfang des Jahres 2021 abgebaut, die Einzelteile werden aktuell im Park gelagert. 

15.03.2021

Spreepark-Stories: Zeitraffer des vorübergehenden Riesenrad-Abbaus

Damit das Riesenrad im Berliner Spreepark wieder in Betrieb genommen werden kann, muss es erst einer umfassenden Materialprüfung unterzogen und dann saniert werden. Dafür wurde das Riesenrad Anfang des Jahres abgebaut. Im Zeitraffer lassen sich die Arbeiten nachverfolgen.

12.02.2021

Spreepark-Stories: Video zum Abbau des Riesenrads

Anfang Februar wurde der Radkranz des Riesenrads im Spreepark Stück für Stück abgebaut. Park-TV-Reporter Max Duhr hat sich vor Ort auf der Baustelle umgeschaut. Im Interview geht Projektleiter Christian Pfeuffer auf die besonderen Herausforderungen des Radkranz-Abbaus, bei dem sich die Arbeiter zum Teil in luftige Höhen begeben mussten, ein.

02.02.2021

Abbau des Radkranzes am Riesenrad

Stück für Stück werden die Speichen des Radkranzes gelöst, herausgezogen und für die Materialprüfung sicher gelagert. Drei Kräne sind bei der Sicherung, Drehung und dem Aushängen der Speichen im Einsatz.

29.01.2021

Spreepark-Stories: Interview mit Patrick Greier (Fahrzeugbau Franke)

Zwei Jahrzehnte lang stand das Riesenrad im Spreepark still, bewegt wurde es höchstens noch vom Wind. Nun wird es für die Sanierung und spätere nachhaltige Transformation abgebaut. Patrick Greier, Inhaber der Firma Franke Fahrzeugbau, die den Abbau übernimmt, erläutert im Video die Vorgehensweise und erzählt von den Herausforderungen, welche die Arbeiten mit sich bringen.

22.01.21

Spreepark Stories: Sanierung des Riesenrads Interview mit Projektleiter Christian Pfeuffer

Das Riesenrad im Spreepark ist eine weithin sichtbare Landmarke. In den nächsten Wochen muss das Riesenrad, das seit 20 Jahren nicht mehr gewartet wurde, jedoch abgebaut werden, um es einer umfassenden Materialprüfung und anschließenden Sanierung zu unterziehen und dann wieder im Spreepark aufbauen zu können. Christian Pfeuffer, Projektleiter der Riesenrad-Sanierung, erzählt uns im Video die Hintergründe.

11.01.21

Alle Kabinen ausgebaut

Nachdem am 8. Januar 2021 der Abbau des Riesenrads im Spreepark begonnen hat, wurden über das Wochenende bereits sämtliche Riesenrad-Kabinen ausgebaut. Aktuell ruht die Baustelle.

08.01.21

Abbau des Riesenrads gestartet

Seit heute wird das Riesenrad im Spreepark durch die Firma Franke abgebaut, um die Bausubstanz umfassenden Test- und Prüfverfahren zu unterziehen und sie anschließend zu sanieren.

04.01.21

Vorarbeiten für Abbau des Riesenrads

Im Vorfeld der am Freitag, den 8. Januar 2021, beginnenden Sanierung des Spreepark-Riesenrads wurden heute erste Vorarbeiten erledigt. So wurde bspw. das Gelände um das Riesenrad erschlossen und abgesichert.