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Konzept & Grundlagen

Zukünftiger Betrieb des Spreeparks

Der Spreepark entwickelt sich zu einem neuen öffentlichen Park für alle Anwohner*innen, Berliner*innen und Gäste der Stadt. Ein wesentliches Ziel des im Rahmen der Bürger*innenbeteiligung entstandenen Konzeptes ist es, einige der alten Fahrgeschäfte und Relikte der Vergangenheit zu transformieren und deren Nutzung neu zu denken und mit den Themen Kunst, Kultur und Natur zusammen zu bringen. Diese Kernelemente des Konzepts wurden in einer unabhängigen Wirtschaftlichkeitsuntersuchung für den Spreepark bestätigt. 

Das zukünftige Programm des Spreeparks wird einerseits durch seine Gestaltung und andererseits durch die Angebote vor Ort geprägt. Mit der geplanten schrittweisen Eröffnung vergrößern sich ab dem Jahr 2022 kontinuierlich die Spielräume für den Park. Aus den Zeiten des Vergnügungsparks werden zahlreiche Relikte zu Veranstaltungsorten umfunktioniert. Wie bei Entwicklung, Planung und Bau liegt auch im Betrieb ein großes Augenmerk auf der Nachhaltigkeit des Spreeparks.

 

Riesenrad

Passend zur Neukonzeptionierung der ehemals reinen Vergnügungsstätte zu einem modernen, umweltverträglichen Kunst- und Kulturpark für alle Berlinerinnen und Berliner erfährt auch das Riesenrad eine spektakuläre Weiterentwicklung: Große Teile der Altkonstruktion werden sorgfältig aufgearbeitet und wiederverwendet, neu ist dagegen das diagonal abgehängte Tragwerk, mit dem das Riesenrad direkt über dem Spiegel des neuen, 3.000 Quadratmeter großen Wasserbeckens schweben wird. Die bisherigen Gondeln müssen ersetzt werden, weil sie nicht sanierungsfähig sind. Geplant ist hier nach jetzigem Stand eine runde Form, die sich an den Gondeln des ersten Riesenrads im Spreepark orientiert, das von 1969 bis 1989 im Plänterwald stand.

Download Infografik zum Riesenrad

Eierhäuschen

Das denkmalgeschützte Eierhäuschen erlebt Ende 2022 eine erste Teil-Eröffnung im Rahmen einer geplanten Preview-Veranstaltung. Der reguläre Betrieb startet zur Haupt-Saison 2023. Als Gastronomie mit Biergarten und Schiffsanleger sowie als Keimzelle für Kunst und Raum für Events und Ausstellungen fügt sich das Eierhäuschen dann in das Gesamtkonzept des Spreeparks ein. 

Neben den Veranstaltungsorten soll auch der Park selbst immer wieder zur Bühne werden für temporäre Interventionen, Performances und Inszenierungen. So können bis zu 450 Veranstaltungen pro Jahr den Spreepark der Zukunft mit Leben füllen. 

Werkhalle

Wo früher die Schwäne der Wildwasserbahn gewartet wurden, entsteht neben einem neuen Eingangsbereich eine Halle für Veranstaltungen, Präsentationen und Ausstellungen. Mit viel Aufwand wurde die Werkhalle schon während der Bürgerbeteiligung und im "Labor Spreepark" temporär als kleine Event-Location genutzt. Schon dabei konnten die Besucher*innen erahnen, wie gut das Konzept der Umnutzung alter Gebäude als Spielstätten nach den anstehenden umfangreichen Baumaßnahmen im Regelbetrieb funktionieren wird. Wenn 2026 der Gesamtpark eröffnet, wird einer der beiden neuen Haupteingänge zum Park in die Werkhalle integriert sein. 

Mero-Halle

Die Mero-Halle wurde 1969 im innovativen MERO-Stahlrohr-Stecksystem errichtet. Über die Jahre sind die 20 Stahlstützen verrostet, die Tragfähigkeit der Konstruktion ist gefährdet. Daher wurden die Stützen verstärkt und mit einem Korrosionsschutz versehen. Bereits ab dem Sommer 2022 steht die Mero-Halle für Zwischennutzungen als Veranstaltungsort und Freiluft-Galerie zur Verfügung. 

Cinema 2000

Das ehemalige 180°-Kino Cinema 2000 befindet sich im neuen Eingangsbereich West. Hier ist ein Veranstaltungsort geplant, der auch außerhalb der Öffnungszeiten des Spreeparks genutzt werden kann. 

Englisches Dorf

Die Kulissen des ehemaligen englischen Dorfes geben durch ihre Anordnung schon eine Nutzung vor: Vorhang auf für Theaterinszenierungen und Shows. Mit einem Zeltdach sollen auch bei Regen Veranstaltungen aller Art möglich sein. 

Ein Programm, das den Charakter des Parks prägt

Programmatisch soll ein vielfältiges Angebot entstehen, das nicht beliebig, sondern immer am Charakter des Ortes ausgerichtet ist. Denkbar sind unterschiedliche Formate, von klein bis groß. Dabei sind auch hier die Menschen in Berlin und die Akteur*innen aus der Beteiligung gefragt: Ziel ist es, einen vielfältigen Mix an Veranstaltungen zu entwickeln, die von und mit Kunst- und Kulturschaffenden geplant und umgesetzt werden. Welches Programm auf der Bühne Spreepark am besten funktioniert, wird schon jetzt gemeinsam im "Labor Spreepark" erprobt.